Film (2003)

Im Anwesen der alternden Schauspielerin Marina von Berg treffen sich Filmleute zur Party. Draußen hört es nicht auf zu schneien. Drinnen spielt Mambo-Kurt Seichtes und Schönes auf seiner Orgel. Bald ist klar: Man ist eingeschneit, keiner kann die 70er-Jahre-Villa verlassen. Anlass der Party ist der Abschiedsfilm der Diva, der bald gedreht werden soll.

Leider hat Regisseur Frankie noch keine einzige Idee dafür. Da taucht – und taut – der vor dem Haus eingefrorene Pizzabote Leo auf. Und der hat einen überraschend starken Filmstoff im Kopf. Doch bevor er den ganz entfaltet hat, wandelt sich die Künstlerkomödie zum Krimi. Ein Verbrecher, der sich unters Partyvolk gemischt hat, wird entdeckt und bringt daraufhin die in jeder Hinsicht gestrandete Filmcrew in seine Gewalt.

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Er wird überwältigt und dann gerät wieder der Filmerzähler in den Mittelpunkt, der seine kuriose Geschichte von einem verrückten Professor, einem Verjüngungstrank und einer großen Liebe glücklich zu Ende bringen kann..

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Ein Filmtheater von Igor Bauersima und Réjane Desvignes

Regie, Bühne & Kamera: Igor Bauersima, Musik: Mambo Kurt, Schnitt & Kamera: Georg Lendorff

mit

Benjamin Höppner, Wolf Bachofner, Oda Thormeyer, Matthias Neukirch, Sibylle Brunner, Dieter Hufschmid, Jana Leipziger, Fabian Gerhard, Ilknur Bahadir, Juliane Niemann, Andreas Ebert(†) und Mambo Kurt

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“Jetzt werden Bauersima/Desvignes richtig romantisch – damit sind nicht die zahlreichen erotischen Verstrickungen gemeint, sondern der Ausweg, den sie stofflich, aber auch theoretisch erfinden. Denn niemand geringerer als der Pizzaverkäufer dichtet vollends entfesselt ein Drehbuch vor sich hin, das fortan die spielerische wie filmische Ebene bestimmt. Ein scheibar haarsträubender Plot über Verjüngungspulver und über die, man möchte sagen: Vorbestimmung, führt den fast dreistündigen Abend zu. Leo erzählt, der Film zeigt, Bühnen- und Filmdialoge laufen ineinander über. Das Erzählen, so proklamieren offenbar die Autoren, ist der einzige Ausweg vor den Verstrickungen der ewigen Selbstbezüglichkeit”. (Tagesanzeiger)

Uraufführung an 6. März 2003 im Schauspielhaus Hannover

© Igor Bauersima und Réjane Desvignes, S. Fisher Verlag, Frankfurt am Main